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FAQ

Wer oder was ist das Filmstudio?

Wie wird man Mitglied des Filmstudios?

Kann man im Filmstudio Geld verdienen, wenn man mitarbeitet?

Nein. Wer im Filmstudio mitarbeitet, tut dies ehrenamtlich. Die Vergünstigungen ergeben sich aus der Arbeit: kostenloses Gucken unserer eigenen Filme und kostenlose Benutzung des gesamten Geräteparks (Videoausrüstung, Projektoren, Scheinwerfer, Werkstatt, Bibliothek, Tonstudio etc.). Darüberhinaus bieten wir jede Menge Spaß und die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen zu sammeln – von der allgemeinen Organisation und Teamwork bis zu speziellen Kenntnissen in Filmwirtschaft, Technik, Filmgeschichte und dem Kleingedruckten der Versammlungsstättenverordnung.

Wo bekommt das Filmstudio die Filme her?

Wir arbeiten – wie jedes normale Kino – direkt mit den großen Filmverleihern (20th Century Fox, Warner Bros., Sony Pictures, etc.) zusammen. Physisch kommt der Film per "DCP" auf einer Festplatte. Dabei steht "DCP" für "Digital Cinema Package". Das ist quasi das Dateiformat eines Kinofilms. Es besteht aus mehreren Dateien, in denen Bild, Ton, Sprache und Untertitel seperat verpackt sind. Damit das Bild auch schön scharf ist werden einfach alle Bilder des Films unkomprimiert hintereinander gepackt. So kommen bei einem 90 minütigen Film schnell 100 GB oder mehr zusammen.

Damit wir das ganze dann nicht einfach kopieren und zuhause auf unseren eigenen Fernsehern gucken können, sind die Film verschlüsselt. Dieser Schlüssel kann nur von unserem Beamer entschlüsselt werden und ist teilweise nur für eine bestimmte Sprachfassung oder für einen Tag gültig.

Was kostet es, einen Film auszuleihen?

Es ist üblich, dass der Filmverleih einen Prozentsatz der Bruttoeinnahmen (Eintrittskartenerlöse) bekommt, mindestens jedoch eine Garantiesumme zu seiner Kostendeckung. Beide Größen sind von Verleih zu Verleih unterschiedlich und hängen auch von der Aktualität und Kassenstärke des Films ab. In der Regel liegt der Prozentsatz für uns zwischen 38 % und 46 % sowie die Mindestgarantie zwischen 100 € und 250 €. Hinzukommen dann noch ca. 15 € Fixkosten beim Verleih, die Transportkosten für die DCP, Werbematerial sowie Steuern und Abgaben (z.B. GEMA bei allen Filmen mit Ton).

Wie stellt das Filmstudio sein Programm zusammen?

Vier Mal im Jahr finden Programmkonferenzen statt. Dazu sammeln wir im Vorfeld Filmvorschläge. Nicht nur die von Mitgliedern, sondern auch alle Wünsche die uns sonst so per Mail, Social Media oder mündlich zugetragen werden. Dann wird von den Mitgliedern über den Film gesprochen und abgestimmt. Auf diese Art und Weise entsteht eine Liste von Filmen, die dann noch mit Prioritäten versehen wird. Unter Berücksichtigung diverser Grundregeln für ein abwechslungsreiches Programm (diverse Genres sollten vertreten sein, alte und neue Filme etc.) wird dann aus der Prioritätenliste ein Programm zusammengestellt. Anschließend werden die Filme bei den einzelnen Verleihern bestellt. Falls wir bestimmte Filme nicht bekommen, weil z.B. bei älteren Filmen die Rechte abegelaufen sind oder keine Kopien mehr existieren oder neuere Filme noch für kommerzielle Kinos reserviert sind, rückt ein Film von der Prioritätenliste nach.

Kann man auch als Zuschauer Filmwünsche äußern?

Ja, sie werden sogar beachtet :-).

Jeder Zuschauer, der im Filmstudio-Büro vorbei kommt, uns eine Mail oder Nachricht über unsere Social-Media Kanäle schreibt, uns anruft oder uns einfach vor oder nach einem Film anquatscht kann sich Filme wünschen. Sie durchlaufen dann das normale Verfahren der Filmauswahl (siehe vorheriger Punkt). Gute Ideen für Filme oder auch Filmreihen sind immer willkommen. Natürlich können wir nicht alle Wünsche berücksichtigen. Schließlich müssen wir auch auf die Verfügbarkeit der Filme und unsere Kasse Rücksicht nehmen, die nur eine begrenzte Zahl von Filmen mit wenigen Zuschauern zulässt.

Warum kann man im Vorverkauf immer nur Karten für die zwei nächsten Filme (also im Semester eine Woche im voraus) kaufen?

Wir müssen die Karten für einen Film fortlaufend von der Rolle verkaufen, da an Hand der Kartennummern der Film abgerechnet wird. Also werden erst alle Karten eines Filmes verkauft, bevor wir von dieser Rolle Karten für den nächsten Film abreißen können. Bei zwei Rollen (für die Dienstags- und Mittwochsfilme) können maximal zwei Filme im Vorverkauf sein. Anderenfalls bräuchten wir für jeden Film eine eigene, andersfarbige Rolle, was zu einem Chaos führen würde. Nur bei ganz besonderen Veranstaltungen machen wir davon eine Ausnahme, z.B. zur "Rocky Horror Picture Show" im Sommersemester und "Die glorreichen Filmstudio Lehrjahre" im Wintersemester.

Warum zeigt das Filmstudio Vorfilme?

Das hat zwei Gründe. Erstens möchte das Filmstudio Kurzfilme fördern und vor Publikum zeigen. Schließlich wird ein Film nicht erst nach 70 Minuten gut. Es gibt sehr gute, interessante und witzige Kurzfilme. Daher arbeiten wir mit der Hamburger Kurzfilmagentur zusammen und zeigen jeweils einen Kurzfilm im wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Wechsel. Diese Filme können wir uns aus dem Verleihstock in Hamburg aussuchen. Dabei bevorzugen wir Filme, die thematisch oder stilistisch zu einem der Hauptfilme passen. Oft nehmen wir aber auch Filme, die uns einfach gut gefallen und die wir (noch einmal) auf der großen Leinwand sehen wollen.

Zweitens war bis vor einiger Zeit ein Film, der kein Prädikat »wertvoll« oder »besonders wertvoll« hatte, in Nordrhein-Westfalen vergnügungssteuerpflichtig. Zeigte man vor ihm aber einen Kurzfilm mit einem dieser Prädikate, dann war die Vorstellung eine kulturelle Veranstaltung und nicht mehr vergnügungssteuerpflichtig. Hatte der Hauptfilm kein Prädikat, legten größere Verleiher telweise einen prädikatisierten Kurzfilm bei, der gezeigt werden musste, ohne dass wir Einfluss auf die Auswahl gehabt hätten. Wenn wir keinen solchen Kurzfilm bekommen haben, haben wir selbst entsprechend welche organisiert.

Hin und wieder zeigen wir auch Eigenproduktionen oder Kurzfilme regionaler Kurzfilmer. Manchmal sogar als Uraufführung in Anwesenheit der Beteiligten inklusive Live-Interview.

Was macht das Filmstudio mit dem eingenommenen Geld?

Ganz einfach: Rechnungen bezahlen :-(. Rund 50% der Einnahmen einer Veranstaltung gehen am gleichen Abend wieder per Überweisung raus: prozentuale Filmmiete, Filmförderabgabe und Steuern. Mit den restlichen 50% bezahlen wir Frachtkosten, GEMA, Miete für unser Büro, Telefon, Büromaterial, Werbung (viermal pro Jahr etwa 1000 kostenlos verteilte Plakate und zwischen 1000 und 2000 Kärtchen), Versicherungen, Mindestgarantie bei Filmen mit wenigen Zuschauern, Instandhaltung unserer Technik, Zeitschriften und Bücher für unsere Bibliothek, Popcorn für den TdSI oder die Ersti-Rallye ... Schließlich investieren wir jedes Jahr in unsere technische Ausstattung, in den letzten Jahren vornehmlich in die Vorführtechnik der Aula (Projektoren, Objektive, Leinwand, Bildabdeckung, Tonanlage inkl. Boxen und Subwoofer etc.)

Kann mir das Filmstudio bei der Organisation einer eigenen Filmveranstaltung behilflich sein?

Ja, können wir. Zunächst sind wir mit unseren Verbindungen zu den Verleihern in der Lage, den Film zu besorgen (sofern er überhaupt verfügbar ist) und uns um Disposition, Versicherung, Abrechnung und Filmversand zu kümmern. Und vermutlich findet sich in unserem Archiv auch etwas Material zu dem Film (von Zeitungskritiken und Pressetexten bis zu Plakaten), das wir zur Verfügung stellen können. Können wir selbst einmal nicht weiterhelfen, kennen wir oft jemanden, der es kann. Wer für derartige Unterstützung benötigt, kann sich gerne an uns wenden.

Immer noch Fragen oder deine Frage wird hier nicht beantwortet?

Sprich uns an! Wir sind eigentlich immer für Dich da, aber am einfachsten ist es uns abends vor und nach dem Film anzusprechen oder uns eine Nachricht über unsere Social-Media Kanäle zu senden. Natürlich kannst Du uns auch eine E-Mail schicken. Noch mehr Kontaktmöglichkeiten gibts unter Kontakt.